Maria Stuart

Trauerspiel von Friedrich Schiller

 

das Stück

 

»Ein König ist ein Sklave der Geschichte. Die Geschichte, das unbewusste, allgemeine Massen-dasein, benutzt jeden Augenblick im Leben der Könige als Werkzeug für ihre eigenen Zwecke.« – Tolstoi

 

Beide Königinnen, sowohl Maria von Schottland, als auch Elisabeth von England waren nur auf dem Thron, weil es an männlichen Thronfolgern mangelte. Soviel zur Grundvoraussetzung ihrer Zeit. Und beide hatten sich in einer Männerwelt zu behaupten, in der der geringste Fehler, ob persönlich oder politisch, die gesalbten Damen zu Fall bringen konnte. Sie waren blutsverwandte Cousinen und hatten tatsächlich beide – nacheinander – Anspruch auf den englischen Thron. Beide Königinnen wurden in den Wirrnissen der englischen und schottischen Reformation und Gegenreformation zu Galleonsfiguren ihrer jeweiligen durchweg von Männern geprägten Partei. In ihrer beider Namen wurde intrigiert, gemordet, bestochen, begnadigt und hingerichtet. Sie waren die Schilde, hinter denen sich hemmungslos ureigenste Machtgelüste von Männern entfalten konnten.
Soviel zu den Gemeinsamkeiten. Unterschiedlich ist der Charakter und der Werdegang ihrer Entwicklung, und damit folgerichtig der Ausgang des Konflikts in ihrer Zeit. Während Maria Stuart eine wohlbehütete Kindheit, erst in Schottland, dann in Frankreich, in der königlichen Kinderstube erleben durfte, wurde Elisabeth ab ihrem dritten Lebensjahr und der Hinrichtung ihrer Mutter Anna Boleyn zum Bastard erklärt und Halbweise.
In jeder guten Tragödie gibt es einen Moment der Hoffnung, wo der Zuschauer aufatmen darf und das schreckliche Ende scheinbar noch abzuwenden ist. Dieser Moment ist von Schiller genial erfunden in der Begegnungsszene der Königinnen. Aber die Szene belehrt uns eines Besseren. Unaufhaltsam rennen beide in ihr Schicksal. Die beiden Frauen sind sich in Wirklichkeit nie begegnet und die Geschichte lässt offen, was wirklich gewesen wäre, wenn...

 

die beSetzung

 

Heidrun von Strauch: Dramaturgie, Regie, Kostüme
Dr. Mahmoud Ezzeldin: Ton, Licht

 

Elisabeth, Königin von England  Heidrun von Strauch
Maria Stuart, Königin von Schottland |
Gefangene in England
 Anne Pabst
Robert Dudley, Graf von Leicester  Jan Ermentraut
Georg Talbot, Graf von Shrewsbury |
Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh
 Dr. Jürgen Schumann
Großschatzmeister  Andreas Steiner
Wilhelm Davidson, Staatssekretär  Tobias Eisenkrämer
Amias Paulet, Ritter, Hüter der Maria  Reinhard Lehmann
Mortimer, sein Neffe  Manuel Marcus
 Andreas Moser
Graf Aubespine, französischer Gesandter  Heinz Ebersbach
Hanna Kennedy, Marias Amme  Elizabeth Hack
   
   

 


aktuelle Stücke
Gastspiele
vergangene Produktionen
die sponSoren
...

...

...
vereinsBereich
Vereinsbereich
konTakt
schillerBühne halle e. V.   –   Ulestraße 1, 06114 Halle (Saale)   –   teleFon:  0345 21388434   –  e-Mail: 
94605