Salome

Tragödie von Oscar Wilde 1893

nach der Übersetzung von Hedwig Lachmann,
eingerichtet für die schillerBühne von Heidrun von Strauch

 

 

...Ach! Ach! Warum hast du mich nicht angesehen, Jochanaan? Hättest du mich angesehen, du hättest mich geliebt. Ich weiß, du hättest mich geliebt, und das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes...

 


das Stück

 

Die erwachende Leidenschaft der viel begehrten Prinzessin Salome bleibt am Hofe des Herodes von Judäa gerade von dem Einen unerwidert, an den sie sich richtet: von dem eingekerkerten Täufer Jochanaan. Die verschmähte Prinzessin rächt sich auf fürchterliche Weise.

Wissend um die Lüsternheit ihres Stiefvaters, die sie anekelt, ist sie plötzlich bereit, für ihn an seinem Geburtstag zu tanzen, wenn sie sich etwas wünschen darf.
Entzückt verspricht ihr der Tetrarch alles, was sie begehrt – und sei es die Hälfte seines Königreiches.
Salome tanzt den ekstatischen „Tanz der sieben Schleier“, bei dem alle anwesenden Männer in Trance verfallen.
Nach Beendigung der Show muss der Tetrarch ihren Wunsch erfüllen – den Kopf des Jochanaan in einer Silberschüssel gereicht.
Herodes bleibt keine Wahl.
Salome triumphiert über das abgeschlagene Haupt und holt sich verzückt den Kuss, den ihr der Lebende verweigert hat, doch die wichtigste Frage des jungfräulichen Mädchens nach dem Geheimnis der Liebe bleibt unbeantwortet.
Sie bezahlt ihren Triumph mit dem eigenen Tod.

 

die beSetzung

 

Herodes Antipas, Tetrarch von Judäa Heinz Ebersbach
Jochanaan, der Prophet Alexander Schumann
Der junge Syrier, Hauptmann der Garde Fridolin Ankerholdt
Tigellinus, ein junger Römer Hans März
Ein Kappadozier/Nazarener Jerome Kampe
Der Nubier Naaman,
der Scharfrichter/Sadduzäer
Fridolin Ankerholdt
Erster Krieger/Nazarener Dirk Fehse
Zweiter Krieger/Pharisäer Sven Ziegeler
Page der Herodias Nico Holfeld
Herodias, Gemahlin des Tetrarchen Heidrun von Strauch
Salome, Tochter der Herodias Laura Kremeike
Regie/Dramaturgie
Heidrun von Strauch

Kostüme

Choreografie

Angelika Claus

Antje Fehér

Plakat Dr. Grit Wendelberger

Ton/Licht

 

 

Uwe Steinbrecher

 

Produktionsleitung/Souffleuse Regina Ruhe
Fotos

Rüdiger Rohse, René Schäffer, Madelaine Böttner